An die fünfhundert Besucher kamen in Thambach zusammen, um den Schäfflertanz zu sehen. Unter den Klängen der Trachtenblaskapelle Ramsau marschierten die Haager Schäffler, begleitet von den Spaßmachern im Kasperlgwand, in den Gutshof in Thambach ein. Mit ihrem aus verschiedenen Figuren bestehenden Tanz, die mit den in Buchs eingebundenen Bögen gebildet werden, verbreiteten sie dem Sinn des Brauchtums entsprechend Lebensfreude und Zuversicht. Gekonnt balancierten die Reifenschwinger mit rasantem Schwung ein volles Schnapsglas und im Takt der Musik wurden von zwei Schäfflern die Reifen auf ein Fass geschlagen. Nach dem Schäfflertanz waren die Besucher leicht an ihren von den Spaßmachern gefärbten Nasen zu erkennen. Die Leonhardischützen Thambach, die Jägerschützen Tiefenstätt-Ramsau und der Trachtenverein Reichertsheim, inzwischen alle drei auch „Thambacher Ortsvereine“ hatten eingeladen und, wie von den Schäfflern zu vernehmen war, damit einen der besucherstärksten Auftritte der Haager Schäffler organisiert. Gut angenommen wurde von den Gästen auch die Bewirtung durch die Leonhardischützen, die Jägerschützen und den Trachtenverein im Thambacher Schützenheim.
Beste Stimmung gab es beim Wirtshaussingen im Gasthaus Wagenspöck in Reichertsheim. Ungebrochen ist die Beliebtheit dieser geselligen Veranstaltung, zu der der Trachtenverein Reichertsheim sowie die Kreisheimatpflege des Landkreises Mühldorf einladen und für die der Kreisheimatpfleger für Volksmusik Dr. Reinhard Baumgartner seit vielen Jahren mit seiner Zither nach Reichertsheim kommt. Er erklärt den Sangesfreudigen kurz den Liedtext, den Hintergrund und die Herkunft der Lieder. Die schwierigeren Melodien singt er vor und dann geht es los, oft auch mit 2. Stimme. Einen Schwerpunkt hatte Baumgartner auf Holzknechtlieder gelegt, da heuer aufgrund der schon länger herrschenden Kälteperiode eine gute Zeit für die Waldarbeit ist. Kündete vormals der Klang der Äxte von der Arbeit im Holz, so Baumgartner, sind es heutzutage die Motorsägen. Mit einem anderen Klang, nämlich dem des Akkordeons von Tobias Huber, der das zum letztjährigen Gründungsfest des Trachtenvereins entstandene Stück „Reischam feiert“ intonierte, wurde auf das Wirtshaussingen eingestimmt. Das Lied „A wenge kurz, a wenge lang, a wenge rangazt de Bank“, das vielen noch als Kennmelodie einer Rundfunksendung bekannt ist, bildete den Auftakt des gemeinsamen Singens. „Und de Holzknechtbuam, de müassn früah aufstehn“ und „Mia san frische Holzer, mir holzn an Wald her“ erzählen von der Arbeit und vom Leben der Holzknechte. Nach vielen begeistert mitgesungenen weiteren Liedern erfüllte Baumgartner noch den Wunsch nach dem Soldatenlied „Es is scho hoibe Zehne Fridolin, ins Wirtshaus geh ma eine, Fridolin“. Eine von Baumgartner erzählte Anekdote aus seinem Leben, die das Zitherstück „Der dritte Mann“ zum Inhalt hatte, löste die Bitte der Gäste aus, doch das Stück vorzutragen, was er mit Bravour tat und dafür mit reichlichem Applaus bedacht wurde. Unterstützt wurde Baumgartner von Tobias Huber auf dem Akkordeon sowie Heidi und Gust Grundner junior mit Harfe und Ziach. Angeregt durch das angestimmte „Prosit der Gemütlichkeit“ wurden nach den Liedblöcken die Stimmbänder wieder geschmiert. So verging ein Abend mit heiteren Liedern, bodenständiger Volksmusik und viel Humor wie im Flug und schloss mit dem Versprechen, sich im nächsten Jahr wieder zum Wirtshaussingen treffen zu wollen.
Gut besucht war die Infoveranstaltung des Trachtenvereins zum bevorstehenden 105jährigen Gründungsfest. Dabei brachten die beiden Festleiter Josef Bibinger und Gust Grundner Junior besonders drei Gesichtspunkte zum Ausdruck: Die Vorfreude auf das Fest, das fünftägige Festprogramm und die Bitte um tatkräftige Mithilfe.
Georg Hanslmeier junior erläuterte das von Vreni Knollhuber erstellte System der in WhatsApp erstellten Community zur Gewinnung und Organisation von Helferinnen und Helfern. Dazu wurden in WhatsApp Gruppen gebildet, in die sich Helferinnen und Helfer mittels Lukify-Umfragen eintragen können. Vorgestellt wurden auch die Mitglieder und Zuständigkeiten des Festausschusses, bei denen sich Hilfsbereite selbstverständlich auch persönlich melden können: Gust Grundner sen. (1. Vorstand – Vereinsangelegenheiten), Josef Bibinger und Gust Grundner jun. (Festleiter – Festorganisation), Lina Anzenberger (Schriftführerin), Georg Hanslmeier (Fest- und Kirchenplatz), Monika Wagenspöck (Gastro, Kaffee- und Kuchen), Magdalena Kirchthaler und Theresa Hanslmeier (Dekoration), Sabine Nussreiner (Kirchliches), Theresa Hanslmeier und Kilian Fluhrer (Bar), Elisabeth Reindl und Maria Maierbacher (Festbüro, Finanzen) und Stefan Wimmer und Kilian Fluhrer (Technik).
Der Festplatz ist auf der Wiese beim Neumeier in Reichertsheim. Für den Festgottesdienst wird auf der Wiese südlich des Pfarrheims an der Sonnenstraße ein Feldaltar aufgebaut. Die genauen Termine für Altar- und Zeltaufbau werden noch bekanntgegeben. Zur Anfahrt zum Fest wird empfohlen, die westliche Abzweigung von der B 12 bei Weiher zu benutzen. Die Parkplätze liegen nördlich der Lexenbergstraße, die Zufahrt erfolgt im westlichen Teil der Lexenbergstraße, die Abfahrt über die Fahrt zum Lager der Baufirma Vaas. Für die Zu- und Abfahrt von den Parkplätzen wird ein Einbahnverkehr eingerichtet.
Vorfreude aufs Fest
Festauftakt ist am Donnerstag, 7. August 2025. Der Bieranstich um 18.00 Uhr gibt den Auftakt zum Fest. Zum gleichzeitig beginnenden Tag der Betriebe werden Einladungen mit Rückmeldemöglichkeit zu Tischreservierung und Markenvorbestellung verschickt. Nach dem Bieranstich formiert sich ein Zug, angeführt von der Trachtenblaskapelle Ramsau und dem Festverein zu einem Marsch zur Pfarrkirche, wo am Kriegerdenkmal das Totengedenken für die gefallenen und verstorbenen Vereinsmitglieder gehalten wird. Dazu eingeladen sind die Fahnenabordnungen der Vereine aus der Pfarrei Reichertsheim und des Patenvereins „Schneebergler“ Schnaitsee.. Es folgt der Rückmarsch zum Festzelt. Dort feiern die Reichertsheimer Goaßlschnalzer mit einem großen Schnalzertreffen ihr 50-jähriges Bestehen, wozu Schnalzergruppen aus der gesamten Inn-Salzach-Region und weitere befreundete Schnalzergruppen kommen werden. Am Freitag, 8. August gibt es abends ein Bier- und Weinfest mit Boarischem Tanzfest auf der großen Bühne, wozu mit der „Postwirtmuse“ aus dem Salzburger Land und der „Schladl-Muse“ aus dem Raum Altötting zwei hervorragende Musikgruppen aufspielen werden. Das Tanzfest ist die einzige Veranstaltung der Festtage, bei der ein Eintritt kassiert wird. Ein besonderes Schmankerl gibt es am Samstag, 9. August nachmittag (Einlass ab 12.30 Uhr. Das Duo Werner Meier und Margit Sarholz gastiert im Festzelt direkt neben dem Hof, aus dem Werner Meier stammt, unter dem Motto beim „Werner dahoam“. Es gibt bayerische Kinderlieder im Rahmen des lustigen Sternschnuppe-Familien-Mitsing-Konzerts. Der Kartenvorverkauf läuft über das Gasthaus Wagenspöck und die Bäckerei Radlmair in Reichertsheim. Weiterhin bieten der Dorfladen Ramsau, die Gemeindeverwaltung Aschau a.Inn sowie die Bäckerei Glück und die Molkerei Jäger in Haag i.OB Karten für die Veranstaltung an. Um 20.00 Uhr beginnt der traditionelle Festabend mit über 100 Beteiligten des Festvereins, den Herzkirsch-Dirndl‘n und der Gaugruppe des Gauverbands I sowie der Trachtenblaskapelle Ramsau. Am Festsonntag, 10. August werden ab 8.00 Uhr die ankommenden Vereine empfangen und musikalisch zum Festzelt geleitet. Um 9.30 Uhr erfolgt die Aufstellung zum Kirchenzug. Der Festgottesdienst wird um 10.00 Uhr gefeiert. Den darauffolgenden Festzug mit einer Länge von ca. zwei Kilometern bilden über 1400 Teilnehmer der eingeladenen aus der Gemeinde und der näheren Umgebung, musikalisch begleitet von der Trachtenblaskapelle Ramsau und sieben weiteren Musikkapellen. Den Festzug werden auch neun Pferdegespanne mit Kutschen für die Ehrengäste und den Festwägen mit den Mitgliedern des Festvereins, der Nachbartrachtenvereine Aschau a.Inn und Lengmoos bereichern. Zum Mittagessen gibt es musikalische Unterhaltung und anschließend Ehrtänze befreundeter Trachtenvereine, worauf das Fest gemütlich ausklingen wird. Am Montag, 11. August steht ab 18.30 Uhr ein Kesselfleischessen mit der Trachtenblaskapelle Ramsau und ein Gaudiwettbewerb mit Zweierteams im Wettmelken am Gummieuter auf dem Programm. Die Anmeldungen zum Wettbewerb werden vor Ort entgegengenommen, eine Startgebühr wird nicht erhoben. Für die Teilnehmer gibt es interessante Preise.
Täglich ist im Festzelt Barbetrieb mit wechselnden Live-Musikgruppen, so am Donnerstag mit der „Junga Oarkarrer Musi“, am Freitag mit der „Anzwies-Muse“, am Samstag mit der „Doiwinkel-Musi“, am Sonntag mit der „Duanix Musi“ und am Montag mit „K 4“. Die damals noch amtierende Bürgermeisterin Annemarie Haslberger hatte für das 2020 ausgefallene 100-jährige Gründungsfest die Übernahme der Schirmherrschaft zugesagt. Zur Freude des Festvereins blieb es bei der Zusage von Annemarie Haslberger, die Schirmherrschaft auch zum jetzt 105-jährigen Gründungsfest zu übernehmen.
Die beiden Festleiter riefen zur tatkräftigen Mithilfe bei den Festvorbereitungen und zum freudigen Mitfeiern bei den Festtagen auf. Die Organisation der Helferinnen und Helfer erfolgt über eine für das Fest eingerichtete WhatsApp-Comunity, zu der mit dem Handy unkompliziert über einen QR-Code. der in der Versammlung bekanntgegeben wurde, beigetreten werden kann.
Die Vorfreude auf das bevorstehende Trachtenfest, das vom 7. bis zum 11. August gefeiert wird, bestimmte die diesjährige Frühjahrsversammlung des Trachtenvereins Reichertsheim. Die beiden Festleiter Josef Bibinger und Gust Grundner junior stellten den Stand der Vorbereitungen und die Planungen für das 105-jährige Gründungsfest vor. Die Vorarbeiten laufen auf Hochtouren. Regelmäßig werden Festausschusssitzungen gehalten, in denen die Tätigkeiten der eingerichteten Arbeitsgruppen abgestimmt werden. Kürzlich wurden an den Ortseingängen vom Arbeitskreis „Dekoration“ ansprechend gestaltete Begrüßungstafeln mit einem Edelweiß als Festlogo aufgestellt, die nach den Eisheiligen noch mit Blumenschalen dekoriert werden. Am Sonntag, 1. Juni nach dem Gottesdienst werden auf dem Dorfplatz ein großes Vereinsfoto mit allen Trachtenträgern des Vereins sowie Fotos von allen Vereinsgruppen aufgenommen. Die Festleiter riefen dazu auf, sich diesen Termin freizuhalten, damit alle aktiven Mitglieder auf den Bildern präsent sein können. Proben für einen großen Auftanz aller Trachtenträger beim Festabend am Festsamstag finden statt am Donnerstag, 24. April und am Sonntag, 18. Mai jeweils um 20.00 Uhr in Albanstett.
Festauftakt und Goaßlschnalzertreffen
Festauftakt ist am Donnerstag, 7. August 2025. Mit dem Bieranstich um 18.00 Uhr und dem Tag der Betriebe und Vereine beginnt das Fest. Nach dem Bieranstich formiert sich ein Zug, angeführt von der Trachtenblaskapelle Ramsau und dem Festverein, zu einem Marsch zur Pfarrkirche, wo am Kriegerdenkmal das Totengedenken für die gefallenen und verstorbenen Vereinsmitglieder gehalten wird. Dazu eingeladen sind die Fahnenabordnungen des Patenvereins „Schneebergler“ Schnaitsee und der Vereine aus der Pfarrei Reichertsheim. Es folgt der Rückmarsch zum Festzelt. Dort feiern die Reichertsheimer Goaßlschnalzer mit einem großen Schnalzertreffen ihr 50-jähriges Bestehen, wozu Schnalzergruppen aus der gesamten Inn-Salzach-Region und weitere befreundete Schnalzergruppen kommen werden.
Bier- und Weinfest mit Boarischem Tanz
Am Freitag, 8. August gibt es abends ein Bier- und Weinfest mit Boarischem Tanz auf der großen Bühne, wozu mit der „Postwirtmuse“ aus dem Salzburger Land und der „Schladl-Muse“ aus dem Raum Altötting zwei hervorragende Tanzlmusigruppen aufspielen werden.
Sternschnuppe-Familien-Mitsing-Konzert
Ein besonderes Schmankerl gibt es am Samstag, 9. August ab 13.30 Uhr. Das Duo Werner Meier und Margit Sarholz gastiert im Festzelt direkt neben dem Hof, aus dem Werner Meier stammt, unter dem Motto beim „Werner dahoam“. Es gibt bayerische Kinderlieder im Rahmen des lustigen Sternschnuppe-Familien-Mitsing-Konzerts. Der Kartenvorverkauf läuft über das Gasthaus Wagenspöck und die Bäckerei Radlmair in Reichertsheim. Weiterhin bieten der Dorfladen Ramsau, die Gemeindeverwaltung Aschau a.Inn sowie die Bäckerei Glück und die Molkerei Jäger in Haag i.OB Karten für die Veranstaltung an.
Festheimatabend
Um 20.00 Uhr beginnt der traditionelle Festabend mit Tanz-, Plattler-, Schnalzer- und Musik- Musikdarbietungen des Festvereins, den Herzkirsch-Dirndln und der Gaugruppe des Gauverbands I sowie der Trachtenblaskapelle Ramsau.
Festsonntag
Am Festsonntag, 10. August werden ab 8.00 Uhr die ankommenden Vereine empfangen und musikalisch zum Festzelt geleitet. Um 9.30 Uhr erfolgt die Aufstellung zum Kirchenzug. Der Festgottesdienst wird um 10.00 Uhr auf der Wiese südlich des Pfarrhofs an der Sonnenstraße gefeiert. Den darauffolgenden Festzug bilden dreissig Trachtenvereine und weitere zwanzig Vereine aus der Gemeinde und der näheren Umgebung, musikalisch begleitet von der Trachtenblaskapelle Ramsau und sechs weiteren Musikkapellen, die von teilnehmenden Trachtenvereinen gestellt werden. Den Festzug werden neun Pferdegespanne mit Kutschen für die Ehrengäste und den Festwägen mit den Mitgliedern des Festvereins sowie der Nachbartrachtenvereine Aschau a.Inn und Allmannsau-Lengmoos bereichern. Um auch Mitgliedern von Brudervereinen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, eine Teilnahme zu ermöglichen, stellt der Festverein einen weiteren Wagen für diesen Personenkreis zur Verfügung. Zum Mittagessen gibt es musikalische Unterhaltung und anschließend Ehrtänze befreundeter Trachtenvereine, worauf das Fest gemütlich ausklingen wird.
Kesselfleischessen und Gaudiwettbewerb
Am Montag, 11. August steht ab 18.30 Uhr ein Kesselfleischessen mit der Trachtenblaskapelle Ramsau und ein Gaudiwettbewerb im Wettmelken mit einem Gummieuter auf dem Programm.
Täglich Barbetrieb
Täglich ist im Festzelt Barbetrieb mit wechselnden Live-Musikgruppen, so am Donnerstag mit der „De junga Oarkarrer““, am Freitag mit der „Anzwies-Muse“, am Samstag mit der „Doiwinkel-Musi“, am Sonntag mit der „Duanix Musi“ und am Montag mit „K 4“.
Schirmherrschaft
Die damals noch amtierende Bürgermeisterin Annemarie Haslberger hatte für das 2020 ausgefallene 100-jährige Gründungsfest die Übernahme der Schirmherrschaft zugesagt. Zur Freude des Festvereins blieb es bei der Zusage von Annemarie Haslberger, die Schirmherrschaft auch zum jetzt 105-jährigen Gründungsfest zu übernehmen. Die beiden Festleiter riefen zur tatkräftigen Mithilfe bei den Festvorbereitungen und zum freudigen Mitfeiern bei den Festtagen auf.
Wir Trachtenkinder song a herzliches vergelts Gott an eng,
und Gottes Segen, soi im nächsten Jahr über eich leng“
Mit diesem Gedicht und einem traditionellen Lied machte sich die Kindergruppe des Trachtenvereins Reichertsheim auf den Weg zum Klopfersingen. 35 Burschen und Dirndl waren an diesem Donnerstagabend in Reichertsheim und Umgebung unterwegs. Eine Gruppe ging im Ortskern von Reichertsheim, weitere vier Gruppen fuhren mit Autos zu Familien, die dem Verein nahestehen. Die Reise führte die Klopfersinger von Aschau über Reichertsheim bis nach Kirchdorf. Von Haus zu Haus wurde gezogen, um dort mit Gesang und einem Gedicht eine Spende für einen sozialen Zweck zu sammeln. Die insgesamt 700 € kommen heuer dem Anna-Hospizverein Mühldorf zugute.
Der Ursprung des Klopfersingen liegt weit zurück. Arme Kinder und Bettler gingen damals von Haus zu Haus, um mit Gesang, Musik und Gedichten eine milde Gabe zu erbitten. Das Brauchtum wird jährlich im Dezember fortgeführt und ist ein fester Bestandteil in vielen Orten. Es wird von Haus zu Haus gezogen, um für wohltätige Zwecke zu sammeln.
Zweimal ein volles Haus hatten die Reichertsheimer Trachtler bei den beiden ersten Aufführungen des Stücks „Das sündige Dorf“ im Gutsgasthof in Thambach. Die beiden Spielleiter Georg Hanslmeier und Richard Schwarzenbeck bewiesen einmal mehr ihr gutes Geschick für die Rollenbesetzung und die Regie. Geschminkt und kostümiert wurden die Laiendarsteller von Resi Huber, Monika Lechner und Christine Hanslmeier. Als Einsagerin fungiert Sabine Schwarzenbeck. Das Spielgeschehen ist auf dem Stanggassingerhof angesiedelt, auf dem Thomas Stanggassinger (Konrad Nußreiner) zwar der Bauer, aber seine Frau Stasi (Bettina Hollerith) die Herrin im Haus ist. Die beiden strammen Söhne Sepp (Tobias Ludwig) und Toni (Georg Wimmer) verlieben sich unglücklicherweise in die Sägfeilerstochter Vevi (Verena Knollhuber), die keinerlei Mitgift zu erwarten hat.
Sie kommt öfter auf den Hof, um in ihrer bescheidenen und fleissigen Art der Stanggassingerbäuerin Stasi zu helfen. Die Bäuerin würde sie deshalb gerne als Schwiegertochter sehen und stellt, damit im Haus wieder Ruhe einkehrt, das Mädchen vor die Wahl: Entweder den Sepp oder den Toni, worauf sich die Vevi für den Sepp entscheidet. Das bringt aus zunächst nicht nachvollziehbaren Gründen den Bauern in Rage. Er gerät darüber mit seiner Frau in einen argen Konflikt. Um die Konfliktsituation zu lösen, vereinbart er die Heirat seines Sohnes Sepp mit der drallen Tochter Afra (Antonia Kirchthaler) des reichen Voglhuber (Richard Schwarzenbeck). Die beiden erscheinen auch prompt zur Brautschau, die Afra verliebt sich aber sofort in den Stanggassinger-Toni. Aus ebenso nicht nachvollziehbaren Gründen passt dies der Stanggassingerbäuerin nicht.
Durch Intrigen wird nun von beiden Seiten versucht, die Liebenden auseinanderzubringen. Eine Schlüsselrolle spielt der spitzbübische Sägfeiler Korbinian Roßberg (Josef Konstantin), da er die Zusammenhänge kennt. Er versucht nebenbei ein Geschäft für sich aus der Sache zu machen. Schließlich trägt er aber dazu bei, die Hindernisse aus dem Weg zu räumen und am Ende stellt sich heraus, dass einer Doppelhochzeit nichts im Wege steht. Weitere Darsteller sind der Bürgermeister Michael Riedlechner (Hardl Holzgaßner) und der Knecht Hans (Kilian Fluhrer). Das Theaterstück wird von wechselnden Volksmusikgruppen musikalisch umrahmt, während die Bewirtungsmannschaft des Trachtenvereins die Versorgung der Gäste im Saal sicherstellt. Beeindruckt sind die Besucher immer wieder von der adventlichen Dekoration des historischen Gutsgasthofs von Thambach.
Weitere Vorstellungen sind am Freitag, 13. Dezember und Samstag, 14. Dezember jeweils um 20.00 Uhr und am Sonntag, 15. Dezember um 14.00 Uhr und 20.00 Uhr. Kartenvorbestellungen sind bei freier Platzwahl unter Telefon 08073/3741 oder per E-Mail an vorstand@trachtenverein-reichertsheim.de möglich.
Zur Aufführung beim diesjährigen Dezembertheater des Reichertsheimer Trachtenvereins kommt der ländliche Schwank „Das sündige Dorf“, geschrieben von Max Neal. Die zehn Darsteller proben fleissig und freuen sich auf die Aufführungen im Gutsgasthof in Thambach. Das Stück spielt auf dem Stanggassingerhof, wobei Thomas Stanggassinger (Konrad Nußreiner) zwar der Bauer auf dem Hof ist, aber im Haus seine Frau Stasi (Bettina Hollerith) regiert. Es verwundert daher nicht, dass der Haussegen manchmal etwas schief hängt. Ernste Komplikationen treten auf, als sich die beiden Stanggassingersöhne Sepp (Tobias Ludwig) und Toni (Georg Wimmer) ausgerechnet mit der Sägfeiler-Vevi (Verena Knollhuber) in dasselbe Mädchen verlieben. Das widerstrebt dem Bauern, der den reichen Voglhuber (Richard Schwarzenbeck) mit seiner etwas beschränkten Tochter Afra (Antonia Kirchthaler) zur Brautschau kommen lässt. Das passt wiederum der Bäuerin nicht. Die unaussprechbaren Schwierigkeiten scheinen in den vorehelichen Eskapaden der Bauerseheleute zu liegen und lassen die jungen Leute schier verzweifeln. Über Umwege gelingt schließlich die Auflösung des Knotens. Weitere Darsteller sind der Sägfeiler Korbinian Rossberg (Josef Konstantin), der Bürgermeister Michael Riedlechner (Hardl Holzgaßner) und der Knecht Hans (Kilian Fluhrer) Premiere ist am Samstag, 7. Dezember um 20.00 Uhr. Weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 8. Dezember, Freitag, 13. Dezember und Samstag, 14. Dezember jeweils um 20.00 Uhr sowie am Sonntag, 15. Dezember um 14.00 Uhr und um 20.00 Uhr. Anmeldungen sind bei der Familie Grundner telefonisch unter Nr. 08073/3741 oder per E-Mail an vorstand@trachtenverein-reichertsheim.de möglich.
Das Theaterensemble 1993: Vor 31 Jahren führte die Theatergruppe der Reichertsheimer Trachtler den Schwank „Das sündige Dorf“ schon mal auf. In diesem Dezember steht es wieder auf dem Spielplan.
Begeistert wurde beim Leonharditanz der Aktiven des Trachtenvereins Reichertsheim im Gutsgasthof in Thambach getanzt. Zu den boarischen Klängen der „Jungen Oakarrer Musi“ drehte im Saal das tanzfreudige Publikum der überwiegend jungen Leute ihre Runden. Wer auf seinem Eintrittszeichen ein aufgemaltes „Herzerl“ vorfand bekam einen Ehrtanz und durfte dann die Bar aufsuchen, zu der die Gaststube im Erdgeschoss umfunktioniert worden war. Dort spielte die „Moosrand Musi“ auf. Beim Motto des Leonhardi-Tanzfestes „A ganzes Wirtshaus voi Musi kamen auch diejenigen auf ihre Kosten, die einfach der boarischen Musi zuhören und ratschen wollten. Zu den Höhepunkten des Abends gehörte das von einer Vielzahl von Tanzpaaren aufgeführte „Mühlradl“ und ein schneidiger Gemeinschaftsplattler aller Burschen. Im Rahmen des 105jährigen Gründungsfestes gibt es im nächsten Jahr im Festzelt einen Boarischen Tanz am Freitag, 8. August, zu dem die „Postwirtmuse“ und die „Schladl-Muse“ und in der Bar die „Anzwies-Muse“ aufspielen werden.
Bei der Jahreshauptversammlung des Trachtenvereins konnten 35 der rund 500 Mitglieder des Vereins für langjährige Mitgliedschaft geehrt werden. Herausragend sind dabei zwei 60jährige aktive Mitgliedschaften: Paul Huber (Wagenspeck) ist ein treuer Besucher der Veranstaltungen des Vereins. Sepp Reindl (Höhenberg) ist vor allem als Hochzeitslader und Ansager bekannt. Kurz nach seinem Eintritt in den Verein übernahm er das Amt des Schriftführers und ab 1970 leitete er für einige Jahre die neu gegründete Kinder- und Jugendgruppe. Als Theaterspieler stand er dreissig Mal auf der Bühne des Vereins. Jahrzehntelang war er auch Kassenprüfer und Beisitzer im Vereinsausschuss. Für fünfzigjährige aktive Mitgliedschaft wurde Andreas Maier aus Stierberg geehrt. Er hat mehrere Jahre die Theatergruppe geleitet und stand des Öfteren selbst auf der Bühne. Künstlerisch begabt entwarf er 1980 neue Zeichen für den Maibaum, bemalte diese auch und fertigte für die Fahnenweihe ein neues Vereinstaferl. Für den geplanten Dorfsaal, der leider nicht zur Ausführung kam, erstellte er die hochwertige Planung für den Verein ehrenamtlich. Die seit sechzig und fünfzig Jahren aktiven Mitglieder wurden mit Anstecknadel und Urkunde, einer Gauchronik und einem Blumenstrauß für deren Ehefrauen ausgezeichnet. Für 40jährige aktive Mitgliedschaft wurde mit Anstecknadel und Urkunde belobigt der langjährige Vorstand der Trachtenblaskapelle Ramsau Andreas Kurz. In gleicher Weise erhielten die Ehrung für drei Jahrzehnte Vereinszugehörigkeit die bereits in die Kindergruppe eingetretenen Mitglieder Josef Bibinger (langjähriger Vorplattler und jetzt stellvertretender Vorstand sowie Festleiter für das Gründungsfest 2025), Heidi Grundner (langjährige Vortänzerin und jetzt Frauenvertreterin im Vereinsausschuss), Gust Grundner jun. (Vereinsmusikant und Festleiter für das Gründungsfest 2025) und Barbara Kirchlechner. An der Spitze der Ehrung der passiven Mitglieder stehen Anneliese Beer, Heinz Meier-Echtler und Franz Sperr mit jeweils 60 Jahren Mitgliedschaft. Die Urkunde für 50jährige Mitgliedschaft erhielten Anneliese Huber, Franziska Kohwagner, Margarete Kohwagner, Waltraud Klein, Therese Kinzner (Hermannsöd), Martin Stöckl, Robert Hopf, Hedwig Maier, Mathilde Landenhammer und Georg Stöckl jun. Die Ehrung für 40jährige Mitgliedschaft bekamen Georg Pfeilstetter, Sophie Maier, Rita Fleidl, Susanne Fürstenberger, Nikolaus Göschl, Ferdinand Maier, Simon Maier jun., Martin Huber, Johann Halbedl und Elisabeth Fellermeier. Ebenfalls eine Urkunde erhielten für 30jährige Mitgliedschaft Maria Bibinger, Christa Rampl, Karl-Heinz Rampl und Thomas Stimmer. Die Ehrungen wurden vorgenommen von den Vorständen Gust Grundner und Josef Bibinger, der Schriftführerin Margit Holzner und der Kassierin Elisabeth Reindl.
Für 60jährige aktive Mitgliedschaft wurde bei der Jahreshauptversammlung des Trachtenvereins Reichertsheim Sepp Reindl geehrt (Bildmitte mit Ehefrau Anneliese), für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft Andreas Maier (Zweiter von links mit Ehefrau Elfriede) und für 30 Jahre aktiv Heidi Grundner, Gust Grundner jun. und Josef Bibinger. Rechts aussen Vorstand Gust Grundner. Nicht auf dem Foto sind Paul Huber (60 Jahre) und Barbara Kirchlechner(30 Jahre), die verhindert waren.
Breiten Raum nahm bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Trachtenvereins Reichertsheim der Ausblick auf das 105-jährige Gründungsfest im nächsten Jahr ein. Die beiden Festleiter Josef Bibinger und Gust Grundner junior stellten die Panungen und den Ablauf vor. Der Festplatz ist die Wiese beim Neumeier in Reichertsheim, wo das Festzelt aufgestellt wird. Das Fest beginnt am Donnerstag, 7. August 2025 mit einem Totengedenken am Kriegerdenkmal, zu dem die Ortsvereine mit Fahnenabordnungen eingeladen werden, anschließend mit der Trachtenblaskapelle Ramsau Einzug ins Festzelt zum Bieranstich und Festauftakt mit einem Tag der Betriebe und Vereine. Die Reichertsheimer Goaßlschnalzer feiern dabei mit einem großen Schnalzertreffen ihr 50-jähriges Bestehen, wozu Schnalzergruppen aus der gesamten Inn-Salzach-Region und weitere befreundete Schnalzergruppen kommen werden. Am Freitag, 8. August gibt es abends ein Bier- und Weinfest mit Boarischem Tanz auf der großen Bühne, wozu mit der „Postwirtmuse“ aus dem Salzburger Land und der „Schladl-Muse“ aus dem Raum Altötting zwei hervorragende Tanzlmusigruppen aufspielen werden. Ein besonderes Schmankerl gibt es am Samstag, 9. August ab 13.30 Uhr. Der Reichertsheimer Heimatsohn Werner Meier gastiert mit seiner Partnerin Margit Sarholz direkt neben dem Hof, aus dem er stammt, unter dem Motto beim „Werner dahoam“. Es gibt bayerische Kinderlieder und ein lustiges Sternschnuppe-Familienkonzert. Die Kartenvorverkaufsstellen werden demnächst bekanntgegeben. Um 20.00 Uhr beginnt der traditionelle Festabend mit Tanz-, Plattler-, Schnalzer-, Musik- und Gesangsdarbietungen sowie der Trachtenblaskapelle Ramsau. Am Festsonntag, 10. August werden ab 8.00 Uhr die ankommenden Vereine empfangen. Um 9.30 Uhr erfolgt die Aufstellung zum Kirchenzug. Der Festgottesdienst wird um 10.00 Uhr auf der Wiese südlich des Pfarrhofs an der Sonnenstraße gefeiert. Den darauf folgenden Festzug bilden dreissig Trachtenvereine und weitere zwanzig Vereine aus der Gemeinde und der näheren Umgebung, die musikalisch begleitet von zahlreichen Musikkapellen durch den Ort marschieren werden. Zum Mittagessen gibt es musikalische Unterhaltung und anschließend Ehrtänze befreundeter Trachtenvereine, worauf das Fest gemütlich ausklingen wird. Am Montag, 11. August steht ab 18.30 Uhr ein Kesselfleischessen mit der Trachtenblaskapelle Ramsau und ein Gaudiwettbewerb im Wettmelken mit einem Gummieuter auf dem Programm. Täglich ist im Festzelt Barbetrieb mit wechselnden Live-Musikgruppen.
Die Festleiter stellten auch den Festausschuss vor, der neben ihrer Person die Vorstände Gust Grundner und Georg Hanslmeier, Vorplattler und Vortänzerin Kilian Fluhrer und Theresa Hanslmeier, die Jugendleiter Stefan Wimmer und Magdalena Kirchthaler, die Kassierinnen Elisabeth Reindl und Maria Maierbacher, die Festschriftführerin Lina Anzenberger, Trachtenwartin Sabine Nußreiner sowie Monika Wagenspöck umfasst. Das im Jahr 2020 geplante 100-jährige Gründungsfest musste im März 2020 kurzfristig wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Im letzten Jahr entschloss sich der Verein, die Planungen erneut aufzunehmen und 2025 das „105-Jährige“ Jubiläum zu feiern.
Zum 100-jährigen hatte die damals noch amtierende Bürgermeisterin Annemarie Haslberger die Schirmherrschaft übernommen. Nachdem das Fest damals nicht gefeiert werden konnte, blieb es zur Freude der Versammlung bei der Zusage von Annemarie Haslberger, die Schirmherrschaft auch zum jetzt 105-jährigen Gründungsfest zu übernehmen. Die beiden Festleiter riefen zur tatkräftigen Mithilfe bei den Festvorbereitungen auf. Nach der Versammlung wurden zahlreiche Autos mit den Festaufklebern ausgestattet.